Bericht einer Mutter, die ihrer Tochter eine Niere gespendet hat

Erfahrungsbericht 6

 

Unsere Tochter Claudia kam als erstes von vier Kindern mit einem Geburtsgewicht von 1280 Gramm auf die Welt. Trotz dieses dramatischen Starts ins Leben hat sie sich normal entwickelt.

Während ihrer Ausbildung zur medizinischen Praxisassistentin entdeckte man eine Nierenerkrankung. Nach diversen Abklärungen wurde uns erklärt, dass es sich um eine sogenannte interstitielle Nephropathie handelt.

Während der zehn Jahre, der Erkrankung bis zur notwendigen Nierentransplantation im Juli 2001, war mir die Möglichkeit und der Gedanke an eine Lebendspende ein grosser Trost, der mir half, die Hoffnung nicht zu verlieren.

Was wir dann zusammen erfahren und erleben durften, lässt sich in Worten nicht beschreiben. Ich empfand die Transplantation wie eine zweite Geburt.

Die Tatsache, dass ich meinem Kind zum zweiten Mal ein lebenswertes Leben schenken durfte, empfinde ich als grosses Geschenk, das mich sehr dankbar und glücklich macht.

 

Quelle: Informationsbroschüre für die Lebendnierenspende, Seite 18.
Herausgeber: Universitätspital Zürich