Tragen Sie sich mit dem Gedanken einer Lebend-Organspende?

Der Schweizerische Organ Lebendspender Verein Leber/Niere (SOLV-LN) ist eine Vereinigung von Menschen, die ein Organ (eine Niere oder einen Teil der Leber) an Angehörige, Freunde oder Bekannte gespendet haben.


SOLV-LN hat sich zum Ziel gesetzt, die Anliegen von Organ Lebendspendern in der Schweiz zu vertreten. Einerseits möchte SOLV-LN Begegnungen zwischen potentiellen Lebendorganspendenden und Menschen vermitteln, die bereits ein Organ gespendet haben. Andererseits möchte SOLV-LN auch eine Plattform sein, um gemachte Erfahrungen auszutauschen. Auf dieser Website finden Sie Informationen über den Vorgang bei einer Lebendorganspende.

 

Häufig gestellte Fragen

Bevor sich jemand zu einer Lebend-Organspende entscheidet, gilt es wichtige Fragen zu beantworten. Gespräche mit Ihrem Hausarzt, dem Nierenspezialisten und Chirurgen sowie die Schweizer Lebendspender-Broschüre helfen Ihnen dabei, diese Fragen zu beantworten.

«Wie hoch ist das Risiko der Lebend-nierenspende

«Kann ich nachher noch alles machen wie vor der Spende?»

«Wer zahlt die Kosten der Operation und meinen Arbeitsausfall?»

«Wie lange muss ich im Spital bleiben?»

«Will ich wirklich spenden?»

«Wo finde ich Informationen zur Lebend-Leberspende?»

 
 

Weitere Fragen

Voraussetzungen einer Lebend-Organspende

Grundsätzlich kann in der Schweiz jede Person ab 18 Jahren eine Niere oder ein Teil seiner Leber spenden. Entscheidend ist der Gesundheitszustand des Spenders und absolute Voraussetzung ist die Freiwilligkeit und Unentgeltlichkeit der Spende. Es ist verboten, für die Spende von menschlichen Organen einen finanziellen Gewinn oder einen anderen Vorteil zu gewähren oder entgegenzunehmen.

In der Regel besteht zwischen Spender und Empfänger eine enge, tragfähige Beziehung, wie bei Ehepartnern, Familienmitgliedern oder zwischen Freunden. Neuste Behandlungskonzepte erlauben mit speziellen Vorbereitungsmassnahmen auch eine Lebendspende bei inkompatiblen Blutgruppen (z. B. Spender mit Blutgruppe A, Empfänger mit Blutgruppe O).


Ablauf einer Lebendorganspende-Abklärung

Nachfolgend sind die involvierten Personen und Organisationen vor und nach der Spende aufgeführt. Mögliche Lebendspender werden vor einer allfälligen Spende ausführlich medizinisch voruntersucht. Diese Abklärungen verfolgen diverse Ziele, wobei die Sicherheit des Spenders erste Priorität hat.

 

Abklärung vor der Lebendorganspende

Ablauf und SOLV-LN-Unterstützung

Lebenspender.png

Medizinische Abklärung

Abklärung beim Hausarzt oder Nephrologe / Leberspezialist

  • allgemeine Untersuchung

  • Gesundheitszustand

  • Nierenfunktion / Leberfunktion

Sprechstunde Transplantations-Zentrum

  • Besprechung mit Nephrologe / Leberspezialist

  • Spezielle Blutuntersuchungen um die Übereinstimmungen mit dem Empfänger zu überprüfen

  • Besprechung mit Psychologe / Besprechung mit Transplantationschirurgen

Eventuell stationäre Abklärung / ambulante Zusatz-Untersuchung

Definitiver Entscheid und Festlegung des Spendetermins (Organ-Transplantation)

Bildschirmfoto 2018-12-06 um 13.19.38.png

Damit unterstützen wir Sie

  • Erfahrungs-Austausch für potentielle Spenderinnen und Spender

  • Vermitteln von Kontakten zu Personen die bereits ein Organ gespendet haben

  • Auskunft zu gemachten Erfahrungen


Unterstützung nach der Lebendorganspende (Transplantation)

Organ Lebendspender-Gesundheits-Registration (SOL-DHR) und SOLV-LN-Unterstützung

Lebenspender.png

Medizinische Abklärung

  • Erfassen von Spenderinnen- und Spender und lebenslange Nachkontrolle des Gesundheitszustands

  • Organisation von ärztlichen Kontrollen und Intervention

  • Hausarzt: Durchführen der ärztlichen Kontrollen

Bildschirmfoto 2018-12-06 um 13.19.38.png

Damit unterstützen wir Sie

  • Erfahrungs-Austausch zwischen Spenderinnen und Spendern

  • Vertreten der Interessen von Spenderinnen und Spendern


Crossover Transplantation

Eine sogenannte «Crossover Transplantation» zwischen zwei oder mehreren inkompatiblen Spenderpaaren ist innerhalb der Schweiz erlaubt. So kann zum Beispiel der Spender des ersten Paares seine Niere dem Empfänger des zweiten Paares spenden und der Spender des zweiten Paares spendet seine Niere dem Empfänger des ersten Paares. Dies bedingt eine Identifizierung von entsprechenden möglichen Empfänger/Spender-Paaren in der Schweiz, die sich in einer ähnlichen Situation befinden. Diese Art der Transplantation kann die Chance für ein klinisch erfolgreiches Ergebnis bei beiden Empfängern erhöhen.

 

Altruistische oder «nicht gerichtete» Organspende

In der Schweiz ist auch eine altruistische oder «nicht gerichtete» Organspende möglich. In diesem Fall kennen sich Spender und Empfänger nicht. Die Motivation zur Spende ist einzig der Wunsch, einer kranken Person zu helfen.